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Es gibt nichts Gutes, außer: Man tut es

HG Kästner -Skulptur

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Kästner & Kästner

Gleich vorweg: Auch wenn kein familiäres Verhältnis zwischen dem berühmten Autor, Erich Kästner, und dem Kollegleiter, Uwe Kästner, besteht, so gibt es doch - neben der Tatsache, dass Erich Kästner, wie wir im Stadtteil Neustadt "aufgewachsen" ist - eine geistige Verwandtschaft. Auch wir handeln nach der Maxime: "Es gibt nichts Gutes: Außer, man tut es." Das Erlernen und Lehren von Sprachen ist uns ganz in diesem Sinne.

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Erich Kästner

Foto Peter Konya

geschrieben von Peter Konya aus Debrecen/Ungarn

„Ich bin ein Deutscher aus Dresden in Sachsen“

Also Erich Kästner, wer war er eigentlich? War er ein Schriftsteller, Dichter oder gar Autor? Die Antwort ist schwer, aber ich glaube, er war alles zusammen.

Er wurde am 23. Februar 1899 in Dresden geboren. Den großen Teil seiner Kindheit verbrachte er hier "in der königlich-sächsischen Haupt- und Residezstadt Dresden".

Dort, wo man noch mit der Pferdebahn gefahren ist, wo "die Vergangenheit und die Gegenwart miteinander im Einklang lebten" und wo "die Kunst und Natur über Stadt und Tal schwebten".

Foto E. Kästner

Dresden war seine Stadt, wo er die Volksschule besuchte und den Militärdienst absolvierte, und wo er 1919 das Abitur ablegte. Er studierte später in Leipzig, Rostock und Berlin. 1922 erhielt er eine Ausstellung am Leipziger Zeitungswissenschaftlichen Institut, und war später Redakteur bei der "Neuen Leipziger Zeitung". Damals konnte er in die Städte Paris, Leningrad und Moskau fahren, welche seine Entwicklung stark beeinflußten

Er schrieb in dieser Zeit satirisch-ironischen Gedichtbände wie "Herz auf Taille", "Lärm in Spiegel" und "Ein Mann gibt Auskunft". Die berühmten Bücher sind aber nicht diese, sondern vor allem schrieb er für die Kinder: "Emil und die Detektive", "Pünktchen und Anton" und "Das fliegende Klassenzimmer".

Ja, man könnte die Reihe noch fortsetzen, weil er so vorzügliche Werte geschaffen hat, die für die Zukunft ein richtiger Schatz sind.

E. Kästner Museum

"Dann gab es Weltkrieg, statt der großen Ferien, Ich trieb es mit der Fußartillerie" Ja, dann kam der Nationalsozialismus und er wurde mehrfach von der Gestapo verhaftet und 1943 mit einem völligen Schreibverbot belegt. Er wurde sehr sauer, was man auch in seinen Schriften bemerken kann. Seine geliebte Stadt lag auch in Trümmern: "Dresden gibt es nicht mehr" Am Ende des Zweiten Weltkriegs zog er nach München und wurde dort leitender Feuilleton-Redakteur bei der "Neuen Zeitung".

Außer den Kinderbüchern schrieb er noch viele Gedichte, Chansons und Prosatexte und auch einige Theaterstücke.

In seinen letzten Jahren griff er mehrmals zur Feder, um seine Gedanken, "Als ich ein kleiner Junge war", aufzuschreiben.

Er starb am 29. Juli 1974.

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Erich Kästner, ein Kind in Dresden

Erich Kästner wurde am 23.2.1899 in Dresden geboren.Er war der einzige Sohn einer Familie von kleinen Leuten, die in der Dresdner Neustadt wohnten. Und in der Neustadt hat er 20 Jahre lang gelebt. Er wohnte in der Königsbrücker Straße, besuchte die Volksschule in der Tieckstraße, konnte von der Villa seines Onkels am Albertplatz alles wie auf einer Bühne sehen.

Er blieb immer mit dieser Stadt sehr verbunden: Sie war der Ort, wo die Protagonisten seiner Bücher lebten und handelten. Umso größer war die Verzweiflung, als er Dresden nach dem 2. Weltkrieg in Trümmern fand. Er war ein Mensch, der seine Heimat sehr liebte und sogar während des Nationalsozialismus hat er sie nicht verlassen, obwohl es für ihn gefährlich war, in Deutschland zu bleiben. Seine Bücher waren nämlich 1933 verbrannt worden und später wurde auch ihm verboten, Bücher zu schreiben und zu veröffentlichen. Und er musste Bücher für Filme schreiben.

Erich Kästner Denkmal

Aber er blieb in Deutschland auch aus anderen Gründen. Sehr wichtig war die Beziehung zu seiner Mutter: Er war ein Einzelkind und seine Mutter hat alles Mögliche für ihn gemacht. Sie war sehr ehrgeizig und das ist wahrscheinlich auch der Grund dafür, dass er ein wenig stolz war. Er verließ Deutschland auch deshalb nicht, weil er sein Publikum nicht verlieren wollte, das sehr wichtig für ihn war. Diese Entscheidung wurde von vielen für falsch gehalten, aber später hat man ihn gelobt, weil er bei seinem Volk geblieben ist und dasselbe erlitten hat.

Seine ersten bekannten Bücher schrieb er am Ende der 20-er Jahre und in den 30-er Jahren: Es handelt sich um Gedichte und Kinderbücher. Und dank seiner Kinderbücher ist er sehr bekannt geworden und hat viele Preise bekommen.

Eine wichtige Eigenschaft, die er besaß, war die Fähigkeit, die Welt noch mit Kinderaugen zu sehen. Zum Beispiel beschrieb er in einem Gedicht ("1.Verzweiflung") die erste Entäuschung eines Kindes, das sein Geld verliert und nichts zu Essen kaufen kann.

Aber Erich Kästner ist auch ein Moralist: Er will mit seinen Büchern den Kindern einige Werte lehren, weil er glaubt, dass die Kinder eine bessere Welt bauen können. Und was er sie am meisten lehren will, ist der Wert des Friedens. Er hat nämlich an dem 1. Weltkrieg als Soldat teilgenommen, als er noch sehr jung war, und hat verstanden, dass der Friede sehr wichtig ist. Aber er musste trotzdem auch den 2. Weltkrieg erleben. Wahrscheinlich auch wegen dieser Erfahrungen hat er eine pessimistische Einstellung des Lebens: Er ist in seinen Gedichten satirisch, ironisch, oftmals bitter. Aber er hoffte immer, dass die Kinder eine bessere Zukunft bauen.

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